Es ist etwas Zeit vergangen seit unserer Tagung „Die Wirkung macht’s“ in Bielefeld in 2019 und der Vorlage des Abschlussberichts zu unserem Forschungsprojekt „Hilfeplanung als Wirkfaktor in der Kinder-/Jugendhilfe“, kurz WirkJuBe im April 2020. Das forschende Institut für Kinder und Jugendhilfe (IKJ) hat sich darum gekümmert, dass es eine vollständige Neuprogrammierung des damals eingesetzten WirkJuBe-Tools gibt. Dieses neue Tool kann ab sofort im Rahmen des ebenfalls neu programmierten pädagogischen Fachverfahrens „evas 5.0“ eingesetzt werden. Die inhaltliche Struktur, die im Forschungsprojekt WirkJuBe angelegt und erprobt worden ist, ist übernommen worden.

Die im Jahr 2016 und danach vorgelegten, immer wieder veränderten Entwürfe zur Novellierung des SGB VIII strebten neben dem Einstieg in die Große Lösung eine grundlegende Neuausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere zu Lasten der Kinder- und Jugendlichen selbst an. Wirkungsmessung, Wirkungsorientierung in Verbindung mit Steuerung der Hilfen wurden darin regelmäßig gefordert ohne sie fachlich zu konkretisieren.

Ende Februar, genau am 20.02.2019, arbeiteten Fachkräfte aus neun der insgesamt 14 am Forschungsprojekt beteiligten Träger der Erziehungshilfe in Rietberg mit den ersten Auswertungsergebnissen unseres Forschungsprojektes.  Andrea Keller vom Institut Kinder- und Jugendhilfe als durchführender wissenschaftlicher Forschungseinrichtung präsentierte die Ergebnisse.

Seit Juli 2017 arbeitet das Forschungsprojekt WirkJuBe - Hilfeplanung. In den ersten Monaten beschäftigten neben den Datenerhebungen auch EDV-technische und arbeitsökonimische Fragen die insgesamt vierzehn teilnehmenden Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe. Nach gut acht Monaten Laufzeit trafen sich alle Beteiligten Ende März 2018 in Bochum nun zu einem internen Workshop „Zwischenstand“.

Parallel zur aktuellen Reform des SGB VIII hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit dem Deutschen Verein in Berlin eine von vier Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der nächsten Reformschritte für die Zeit nach der Bundestagswahl  ins Leben gerufen, die sich mit der Weiterentwicklung der Hilfeplanung im SGB VIII beschäftigen soll.

Die bislang vorliegenden Entwürfe zur Novellierung des SGB VIII fordern in §§ 36, Abs. 4 und 36a-f eine „Qualifizierung der Hilfeplanung“. Doch wie kann eine Qualifizierung vorgenommen werden? Nach welchen Kriterien kann die Auswahl der Hilfen erfolgen („Geeignetheit“)?

Die bislang vorliegenden Entwürfe zur Novellierung des SGB VIII streben neben der Großen Lösung eine grundlegende Neuausrichtung der Kinder- und Jugendhilfe insbesondere zu Lasten der Kinder und Jugendlichen an.