Es ist etwas Zeit vergangen seit unserer Tagung „Die Wirkung macht’s“ in Bielefeld in 2019 und der Vorlage des Abschlussberichts zu unserem Forschungsprojekt „Hilfeplanung als Wirkfaktor in der Kinder-/Jugendhilfe“, kurz WirkJuBe im April 2020. Das forschende Institut für Kinder und Jugendhilfe (IKJ) hat sich darum gekümmert, dass es eine vollständige Neuprogrammierung des damals eingesetzten WirkJuBe-Tools gibt. Dieses neue Tool kann ab sofort im Rahmen des ebenfalls neu programmierten pädagogischen Fachverfahrens „evas 5.0“ eingesetzt werden. Die inhaltliche Struktur, die im Forschungsprojekt WirkJuBe angelegt und erprobt worden ist, ist übernommen worden.

Was waren wesentliche Ergebnisse unseres Forschungsprojektes?

Mit dem WirkJuBe-Tool liegt ein wissenschaftlich abgesichertes Instrument zur Wirkungsbestimmung ausgehend vom Capability-Ansatz vor, das auf seine Alltagstauglichkeit hin überprüft worden ist. Die Erfahrungen aus dem Forschungsprojekt sind in der Einarbeitung in evas 5.0 berücksichtigt worden. Evas 5.0 kann für die eigenen Belange passend „zusammengestellt“ werden. Wer nur an der Wirkungsbestimmung ausgehend vom Capability-Ansatz so wie im WirkJuBe-Projekt erprobt, interessiert ist, kann sich mit evas 5.0 auch nur darauf konzentrieren.

Klar geworden ist im WirkJuBe-Projekt, dass sich eine neuartige Vorgehensweise gepaart mit einem entsprechenden EDV-Tool nicht beiläufig einführen lässt. Der anfänglich in Aussicht gestellte Zeitaufwand zur Dokumentation von 10 Minuten je Fall wird zwar nach einer dauerhaften Integration in die pädagogischen Prozesse in der Regel zu erreichen sein. Für Verständigungsprozesse innerhalb des Teams und die gemeinsamen Reflexionsprozesse ist in der Einführungs- und Etablierungsphase aber deutlich mehr Zeit vorzusehen.

Die Auseinandersetzung der Fachkräfte in teilnehmenden Einrichtungen über die Erfassungsdimensionen des Capability-Ansatzes: junger Mensch, Eltern/Sorgeberechtigte, Familie, Gruppe und zum Wirkfaktor Partizipation verändern die fachliche pädagogische Diskussion und die Hilfeplanungsprozesse. Die Rückmeldungen aus dem Projekt haben das als sehr qualifizierend für die eigene Arbeit beschrieben.

Den Abschlussbericht finden sie bei Bedarf hier auf der Homepage der IZdS. Weitere Informationen sind ebenfalls hier zu finden.

Ihr Zugang zum WirkJuBe-Tool

Das IKJ hat Funktionen und Vorgehensweise aus dem WirkJuBe-Tool vollständig in evas 5.0 integriert. Evas 5.0 ist so angelegt, dass es für die eigene Anwendung so individuell konfiguriert werden kann, wie es für die eigene Einrichtung bzw. Organisation am geeignetsten erscheint. Wer also beispielsweise nur den Bereich nutzen möchte, der im Forschungsprojekt WirkJuBe im Mittelpunkt stand, die Wirkungsbestimmung auf Basis der Capabilities, kann das genauso einrichten.

Bei Interesse wenden Sie sich bitte an das Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ). Dort erhalten Sie weitere Informationen zum Einstieg, zur Nutzung und zu den entstehenden Kosten des Tools. Ansprechperson ist dort Herr Joachim Klein (Projektleitung evas 5.0; Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). Ein allgemeiner Flyer zu evas 5.0 ist hier, weitere Informationen auf der Webseite des IKJ zu finden.