Parallel zur aktuellen Reform des SGB VIII hat das Bundesfamilienministerium zusammen mit dem Deutschen Verein in Berlin eine von vier Arbeitsgruppen zur Vorbereitung der nächsten Reformschritte für die Zeit nach der Bundestagswahl  ins Leben gerufen, die sich mit der Weiterentwicklung der Hilfeplanung im SGB VIII beschäftigen soll.

 

Logo WirkJuBeDa passt es gut, dass wir als Initiative Zukunft der Sozialwirtschaft im Juni 2017 unser Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Hilfeplanung als Wirkfaktor in der Kinder-/ Jugendhilfe“- kurz WirkJuBe-Hilfeplanung“ starten. Im Juni kommen die teilnehmenden Einrichtungen auf den beiden zentralen Kick-Off-Veranstaltungen zusammen, ab Juli 2017 werden die ersten Daten erhoben.

 

Der Hintergrund:

Die Gesetzesvorlagen zum SGB VIII und die Diskussionslinien der Bundesregierung und mancher Fachleute aus Länderministerien der letzten 20 Monate haben in unterschiedlich drastischem Maße Kostensparmodelle und Standardabsenkungen intendiert, die in der Folge die Personalquantität und -–qualität der Leistungserbringung betreffen. Wirkungsmessung, Wirkungsorientierung in Verbindung mit Steuerung der Hilfen wird regelmäßig gefordert: So z. B. auch in der Koalitionsvereinbarung der aktuellen Bundesregierung, im Kinder- und Jugendbericht.

Diesen Versuchen gilt es ein fachlich fundiertes und im Berufsalltag erprobtes Vorgehen entgegen zu setzen, das für öffentliche wie auch freie Träger alltagstauglich die Wirkungen und zentrale Wirkfaktoren der Hilfen erfasst und sichtbar macht. Zugleich wird die Entwicklung eines geeigneten Verfahrens im Rahmen des Forschungs- und Entwicklungsprojektes zur Qualifizierung des Hilfeplanprozesses sowie zur Untermauerung des Personaleinsatzes mit evidenzbasierten Mindeststandards beitragen.

Prof. Dr. Michael Macsenaere vom Institut für Kinder- und Jugendhilfe (IKJ) hat zuletzt auf dem großen Fachtag zum SGB VIII in Berlin-Spandau deutlich gemacht,  welche Elemente entscheidend zu guten Wirkungen von Kinder- und Jugendhilfeleistungen beitragen. Frühzeitige und individuell angepasste Hilfeplanung ist eines dieser Elemente, den Hilfeprozess deutlich zu verbessern und den fachlich dafür notwendigen Personaleinsatz zu legitimieren. Im Folgenden können Sie den Foliensatz zum Thema "Die Wirkungen von Hilfeplanung,Zuweisungsqualität und Partizipation" downloaden.

HIER GEHT ES ZUM FOLIENSATZ VON PROF. DR. MACSENAERE Download
iconPDF2017_04_26_Fachtag_Berlin_Folien_Prof.Macsenaere.pdf (764,0 KiB)

 

Weitere Informationen

Falls Sie nähere Informationen zum Forschungsprojekt erhalten möchten, dann finden Sie Nachfolgend die aktuellen FAQs und den aktuellen Flyer zum Download. Das Forschungs- und Entwicklungsprojekt wartet nicht staatliche Vorgaben ab. Wir starten als finanziell und inhaltlich getragenes Projekt in Selbst- und Eigenverantwortung. Jede teilnehmende Einrichtung trägt durch einen der Größe entsprechenden finanziellen Beitrag und durch das eigene Engagement zum Gelingen bei. Durchgeführt wird das Forschungs- und Entwicklungsprojekt durch das Institut für Kinder- und Jugendhilfe Mainz (IKJ). Gerne beantwortet Ihnen Frau Ninnia Craß Ihre Fragen und erörtert auch Wege, ebenfalls dabei zu sein. Sie erreichen Frau Ninnia Cras vom IKJ unter der Telefonnummer: 06131-94797-82 oder per E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!.

WEITERE INFORMATIONEN ZUM PROJEKT "WIRKJUBE" ZUM DOWNLOAD Download

iconPDFFlyer WirkJuBe-Hilfeplanung 03-2017.pdf (1.018,9 KiB)

iconPDF2017_04_26_Fachtag_Berlin_Folien_Projek_WirkJuBe.pdf (127,3 KiB)

iconPDFFAQ-WirkJuBe-Hilfeplanung_Stand_2017-11-28.pdf (480,6 KiB)

 

 16.05.2017 von Dr. Michael Seligmann